Bitkom: Manager klagen über fehlende Zeit und fehlendes Geld für Digitalisierung

Spannende Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von Bitkom: Viele Unternehmen, gerade im Mittelstand, haben derzeit prall gefüllte Auftragsbücher und machen gute Geschäfte mit ihren etablierten Produkten – und zu wenig Zeit, sich um die Digitalisierung und damit um die eigene Zukunft zu kümmern.

Ich will Euch nicht mit einzelnen Zahlen langweilen, die findet ihr unter Deutsche Wirtschaft kommt bei Digitalisierung voran, aber langsam. 

Neben der fehlenden Zeit und Geld spielt nach meiner Erfahrung auch die „Angst“ eine Rolle, nicht so recht zu wissen wo man gerade als kleineres mittelständisches Unternehmen konkret mit der Digitalisierung beginnen sollte. Hier bietet es sich aus meiner Sicht an, mit ähnlichen Unternehmen in Kontakt zu treten bzw. sich an die von Anbietern genannten Referenzkunden zu richten, um sich Anregungen für erste konkrete (Zwischen-)schritte für die eigene Digitalisierung zu finden.

 

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Cloud Computing etabliert als Basistechnologie der Digitalisierung

In einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag der KPMG geben 65% der Unternehmen an, Cloud Computing einzusetzen – 11 Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr. Auffällig ist, dass der Anteil an Kleinunternehmen (bis 99 Mitarbeiter), die Cloud Computing einsetzen, stark gestiegen ist (+12 Prozentpunkte), während der Anteil an Großunternehmen (über 2.000 Mitarbeiter) sogar leicht gefallen ist (-2 Prozentpunkte). Allerdings liegt der absolute Prozentsatz bei Großunternehmen immer noch über dem bei Kleinunternehmen (67% vs. 64%).

 

Was interpretiere ich diese Zahlen?

  • Großunternehmen haben die Vorteile von Cloud Computing früher erkannt und/oder früher die Ressourcen gefunden, sich um deren Einführung im Unternehmen zu kümmern.
  • Ohne mir die statistischen Fehlerraten der Umfrage angeschaut zu haben, liegt für mich der Rückgang um 2 Prozentpunkte im Rahmen des Mess(un)genauigkeit. Ich glaube nicht, dass tatsächlich per Saldo heute 2 Prozentpunkte weniger der Großunternehmen Cloud Computing einsetzen als im Vorjahr.
  • Insbesondere glaube ich nicht, hierin Auswirkungen aus den Datensicherheits- und Security-Diskussionen der vergangenen 12 Monate zu erkennen.
  • Bei allen Unternehmensgrößen (Klein, Mittel, Groß) hat sich die Nutzungsrate von Cloud Computing sehr stark angeglichen.
  • Die Nutzungsrate wird auf absehbare Zeit auch absolut gar nicht mehr so stark ansteigen, dass es in allen Größenklassen Unternehmen gibt, die Cloud Computing weiterhin ausschließen.

Zur Studie: Nutzung von Cloud Computing in Unternehmen boomt

Bitkom: IT-Mittelstand bleibt auf Wachstumskurs

„Der IT-Mittelstand bleibt Wachstumstreiber der digitalen Wirtschaft“ schreibt der Digitalverband Bitkom im neusten IT-Mittelstandsbericht – Umsatz plus 8 Prozent, Arbeitsplätze plus 5 Prozent.

Die gute Nachricht vorweg: Unser Unternehmen Data One wächst mit derzeit gut 10% pro Jahr schneller als der Markt. Meine mehr als 100 Kollegen helfen anderen mittelständischen Unternehmen, den eigenen Weg durch die Digitale Transformation zu finden – mit hochwertigen Beratungsleistungen rund um Organisation, Geschäftsprozesse Geschäftsmodell und IT.

70% der Unternehmen gehen davon aus, dass die Digitalisierung der Arbeitswelt, z. B. Home Office, der Einsatz externer Spezialisten sowie virtuelle Zusammenarbeit, das Innovationstempo erhöhen  und zu mehr Wachstum und Innovation in Deutschland führen  wird.

Ich frage mich wirklich, was die anderen 30% glauben. Ich kann nur vermuten, dass diese 30% hoffen, es noch rechtzeitig vorher in die eigene Rente zu schaffen, bevor dieser Zug sie überrollt.

Spannend finde ich auch den interaktiven IT-Mittelstandsatlas. Er zeigt die regionale Verteilung der mittelständischen IT-Unternehmen. Neben Schwerpunkten wie Berlin, Hamburg, München oder Stuttgart zeigt die Übersicht auch eine Vielzahl regionaler Cluster, etwa rund um Karlsruhe, Dresden oder das IT-Land Saarland.

 

 

BITKOM: Private Cloud hat die Nase vorn.

BITKOM Cloud Monitor 2015: Private Cloud hat die Nase vor Public Cloud. Aber warum eigentlich?

Die Studie „Cloud Monitor 2015“ der BITKOM zeigt: Cloud Computing ist aus deutschen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Während 39% der befragten Unternehmen Private Cloud-Angebote einsetzen, sind es bei Public Cloud nur 16%. BITKOM erwartet, dass dieses Verhältnis in Zukunft noch deutlicher wird.

Aber warum? Etwas bösartig formuliert ist Private Cloud ja nichts großartiges Anderes als das klassische Outsourcing oder ASP. Vermutlich haben es einige Anbieter geschafft, Ihren Kunden „alten Wein in neuen Schläuchen“ als Cloud zu verkaufen.

Logisch ist, dass „Private Cloud“ der kleinere Schritt für Unternehmen ist, die sich Gedanken über mögliche Sicherheitsrisiken in der Cloud machen und somit der natürliche Einstieg in die Nutzung von „Cloud“. Andererseits versprechend Public Cloud-Angebote Preisvorteile durch noch höhere Skaleneffekte. Es würde mich also nicht wundern, wenn Public Cloud doch im Verhältnis zu Private Cloud schneller wächst als von BITKOM prognostiziert.