Hinweis der Datenschützer

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) fasst Datenschutzrechtliche Anforderungen an die Cloud in einem PDF-Dokument zusammen. Das Dokument führt die relevanten Rechtsgrundlagen der Auftragsdatenverarbeitung auf und weist die die Besonderheiten bei Verträgen mit Cloudanbietern außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums hin. Durchaus gut aufbereitet, aber nicht wirklich neu.

Positiv bewerte ich den Hinweis, dass Cloud-Computing Verbesserungen (!) im Bereich der IT-Sicherheit mit sich bringen kann. Diese Einsicht ist nach meiner Erfahrung nicht allzu weit verbreitet. Jedes Unternehmen, das seine IT selbst betreibt, sollte kritisch hinterfragen, ob man eigentlich die gleichen Anfoderungen in Bezug auf Datensicherheit einhält, welche Cloud-Anbieter zu erbringen haben. Das Dokument listet hierzu mehr als ein Dutzend Punkte, die der Vertrag mit einem Cloud-Anbieter regeln sollte, um sich rechtlich abzusichern. Darunter befinden sich Banalitäten wie „Gegenstand und Laufzeit der Cloud-Nutzung“ ebenso wie beispielsweise der Punkt „Das Loggen und Auditieren wesentlicher Verarbeitungen personenbezogener Daten“.

Ich jedenfalls habe verstanden, warum Cloud-Computing mit sorgfältig ausgewählten Anbietern eine Verbesserung bei der IT-Sicherheit bringen kann.

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Von der Leyen sieht Cloud als Chance für Frauen

Verschiedene Medien (z.B. Heise, Welt, Focus) greifen die Äußerung von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen auf der Konferenz Digital Life Design Women auf, wonach Frauen von der größeren Flexibilität des Cloud Computings profitieren könnten und so die „Netzwerke alter Jungs“ aufgebrochen werden.

Mit solchen Aussagen wird die Gleichberechtigung nicht gefördert, sondern Alice-Schwarzer-Gedächtnis-Vorurteile zementiert. Ich stimme der Ministerin insoweit zu, dass die Ergebnisse der eigenen Arbeit primär über Erfolg und Karriere entscheiden sollen. Über dieses Argument allerdings einen Geschlechterkampf entfachen zu wollen, zeugt in meinen Augen von einem antiquierten Weltbild, über das die jungen Frauen, die ich kenne, längst hinaus sind.

Microsoft plant Anpassungen am Partnerprogramm für Office 365

Wie heise resale von der Microsoft Worldwide Partner Conference (WPC) 2012 in Toronto berichtet, plant Microsoft einige Anpassungen am Partnerprogramm für Office 365. Microsoft Office 365 kombiniert bekannte Serverprodukte wie Exchange, SharePoint und Lync sowie eine abgespeckte Version der Office-Anwendungen (Word, Excel) als browserbasierte Variante.

Bisher traten die Partner von Microsoft als Vermittler auf – d.h. Interessenten hatten einen Vertrag mit Microsoft abgeschlossen und bekamen folglich auch eine Rechnung von Microsoft; der Partner wiederum erhielt von Microsoft hierfür eine Art Bestandsprovision. Ich interpretiere die Meldung von heise resale dahingehend, dass es in Zukunft auch eine Möglichkeit für Partner geben soll, als „Reseller“ von Office 365 aufzutreten und als solcher eine direkte Vertragsbeziehung mit dem Kunden einzugehen.

In der Tat wurde diese Variante immer wieder von Partner gefordert, die eine direkte Vertragsbeziehung als notwendigen Bestandteil einer langfristig nachhaltigen Kundenbeziehung sehen.

Leider geht aus den mir derzeit vorliegenden Informationen icht hervor, ob Microsoft in diesem Fall auch höhere Bestandsprovisionen an die Partner ausschüttet – objektiv betrachtet müsste dies so sein, denn schließlich verlagert Microsoft Aufwand auf die Partner (Rechnungsstellung, Geldeinzug, …). Selbst wenn dies der Fall sein sollte, bin ich dennoch skeptisch, ob der typische Systemintegrator damit einen guten Schnitt macht. Der Aufwand für solche Tätigkeiten ist, wenn man es ehrlich und vollständig betrachtet, alles andere als zu vernachlässigen. Nur wenige IT-Unternehmen können nach meiner Erfahrung Personaleinsatz und Sachkosten (Porto, Papier, …) sowie weitere Prozesskosten für ihre eigene Réchnungsstellung benennen. Diese fallen pro Rechnung naturgemäß umso höher aus, desto weniger Rechnungen gestellt werden – da es gewisse Rüst- und Fixkosten gibt.

Gerade Partner mit wenigen Office 365-Verträgen könnten in die irrige Versuchung geraten, eine möglicherweise höhere Bestandsprovision mitzunehmen. In meinen Augen eine betriebswirtschaftliche Fehleinschätzung.

Meine Erfahrungen mit Microsoft SkyDrive

Mit der Anforderung, ein Online-Backup meiner mit einer Spiegelreflexkamera aufgenommenen Fotos anzulegen und diese (einzeln oder ordnerweise) mit meinen Freunden teilen zu können, hatte ich verschiedene Cloud-Angebote verglichen, darunter

  • Microsoft SkyDrive
  • Google Drive
  • Dropbox
  • Apple iCloud

Ich möchte bevorzugt über ein Webinterface mit dem Dienst agieren (ohne lokale Softwareinstallation) – für mich einer der Hauptvorteile der Cloud: Ich kann nicht nur von allen Rechnern aus auf meine Daten zugreifen, sondern es funktioniert auch überall gleich.

Ich hatte mich für Microsoft SkyDrive entschieden, da ich dort mit 25 GB (als Bestandskunde, für Neuanmeldungen derzeit nur noch 7 GB) mehr kostenlosen Speicherplatz erhalte (Dropbox: 2 GB, Google Drive: 5 GB). Das Webinterface (über das ich bevorzugt mit dem Dienst interagieren möchte) von Dropbox empfand ich bei einem Test als wenig intuitiv. Zum Zeitpunkt meiner Evaluation gab es für Google Drive noch keine App für iOS/iPhone/iPad (wa sich aber in der Zwischenzeit geändert hat). Apple iCloud hatte ich verworfen, weil es eher auf kontinuierliche aktualisierte Fotostreams als auf ein Langzeit-Backup ausgelegt zu sein scheint.

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