Bitkom: IT-Mittelstand bleibt auf Wachstumskurs

„Der IT-Mittelstand bleibt Wachstumstreiber der digitalen Wirtschaft“ schreibt der Digitalverband Bitkom im neusten IT-Mittelstandsbericht – Umsatz plus 8 Prozent, Arbeitsplätze plus 5 Prozent.

Die gute Nachricht vorweg: Unser Unternehmen Data One wächst mit derzeit gut 10% pro Jahr schneller als der Markt. Meine mehr als 100 Kollegen helfen anderen mittelständischen Unternehmen, den eigenen Weg durch die Digitale Transformation zu finden – mit hochwertigen Beratungsleistungen rund um Organisation, Geschäftsprozesse Geschäftsmodell und IT.

70% der Unternehmen gehen davon aus, dass die Digitalisierung der Arbeitswelt, z. B. Home Office, der Einsatz externer Spezialisten sowie virtuelle Zusammenarbeit, das Innovationstempo erhöhen  und zu mehr Wachstum und Innovation in Deutschland führen  wird.

Ich frage mich wirklich, was die anderen 30% glauben. Ich kann nur vermuten, dass diese 30% hoffen, es noch rechtzeitig vorher in die eigene Rente zu schaffen, bevor dieser Zug sie überrollt.

Spannend finde ich auch den interaktiven IT-Mittelstandsatlas. Er zeigt die regionale Verteilung der mittelständischen IT-Unternehmen. Neben Schwerpunkten wie Berlin, Hamburg, München oder Stuttgart zeigt die Übersicht auch eine Vielzahl regionaler Cluster, etwa rund um Karlsruhe, Dresden oder das IT-Land Saarland.

 

 

Advertisements

Meine Erfahrungen mit Microsoft Office Sway

Schnelle Ergebnisse, wenig Einflussmöglichkeiten. Und vor allem: Nicht PowerPoint 🙂

Nach einem früheren Blogartikel habe ich mich in den letzten Tagen nochmals verstärkt mit Microsoft Office Sway beschäftigt. Sway ist Teil von Office 365 und soll es Anwendern ermöglichen, auf einfache Weise Text- und Medieninhalte zu (Web-)Präsentationen zu kombinieren. Eine besondere Eigenschaft von solchen Präsentationen ist, dass sie sich „responsiv“ an das jeweilige Anzeigegerät anpassen, d.h. dass die einzelnen Inhaltselemente (Texte, Bilder, eingebettete Video, …) je nach Bildschirmauflösung z.B.  auf einem Smartphone anders angeordnet werden als auf einem Full-HD-Fernseher.

Als Versuchsobjekt habe ich eine imaginäre Unternehmenspräsentation meines aktuellen Arbeitgebers Data One mit Sway erstellt. Hier ein paar subjektive Erfahrungen.

  • Als PowerPoint-verseuchter Anwender muss man zunächst verdauen, dass es keine „Folien“ gibt. Zu präsentierende Objekte (Texte, Bilder, Videos, …) werden auf sogenannte „Karten“ verteilt. Welche Karten zusammen auf einer Bildschirmseite dargestellt werden entscheidet Sway – abhängig von der Bildschirmauflösung des anzeigenden Endgeräts.
  • Man kann Sway „Hinweise“ geben, indem man Karten zu „Gruppen“ zusammenfasst. Aber die Konfigurationsmöglichkeiten (also der manueller Eingriff, was konkret geschehen soll)  sind beschränkt – so kann man Sway z.B. mitteilen, dass eine Gruppe von Bildern als „Stapel“ oder als „Diashow“ angezeigt werden soll. Gruppen von Textkarten werden von Sway (teils unerwartet…) mal auf unterschiedliche Bildschirmseiten verteilt und mal als „Scrolltextfeld“ zusammen mit einer umgebenden Bildkarte angezeigt, Auch hier gilt: Gezielte Einflussnahme nicht möglich.
  • Für Bilder gibt es verschiedene „Effekte“ – man kann einen „Fokuspunkt“ setzen (dieser bleibt bei Animationen/Zoomeffekten immer sichtbar) und eine „Animationsintensität“ angeben (die sich z.B. auf den Stil der Umrahmung auswirkt). Konkrete Konfiguration des Resultats auch hier nicht möglich.
  • Auch die Möglichkeiten zur optischen Anpassung (Hintergrundfarben, Textformatierungen) sind beschränkt.  Eine gezielte Formatierung ist kaum möglich. Man muss sich darauf verlassen, was Sway aus den Hinweisen „Hervorhebung“ oder „Akzent“ für Textabschnitte macht und sich für ein „Farbschema“ entscheiden. Diese kann man auch selbst erstellen, indem man eine Vorlage hochlädt – auch hier waren die Ergebnisse eher unvorhersehbar.
  • Das Einbetten von Bildern und Videos klappt prinzipiell gut. Das Einbetten von (Youtube-)Videos wird aber dadurch erschwert, dass ein konkretes Video über eine Youtube-Suche identifiziert werden muss. Die gezielte Angabe einer Youtube-URL habe ich nicht hinbekommen.
  • Das Einbetten von Bildern ist u.a. durch Hochladen einer lokalen Datei, durch Auswahl aus Diensten wie Flickr und OneDrive oder auch durch Eingabe einer URL möglich – letztes empfand ich als durchaus praktisch, um schnell Bilder von Webseiten einzubeziehen.
  • Die Übergänge zwischen den einzelnen Bildschirmseiten findet wahlweise horizontal, vertikal oder einem „Präsentations-optimierten“ Modus statt. In den ersten beiden Fällen werden die Elemente etwas „lockerer“ verteilt (nicht immer „bildschirmfüllend“) und eignen sich zur Ansicht auf (touch-fähigen) Tablets. Der (in der oben verlinkten Data One-Präsentation verwendete) Präsentationsmodus erzeugt einzelne „volle“ Bildschirmseiten (mit Vor- und Zurück-Buttons) und kommt so einer klassischen Präsentation näher.
  • Die Stabilität von Sway war in meinem Internet Explorer 11 durchwachsen – das ein oder andere Mal half nur ein beherztes Löschen des Browsercaches bzw. der Cookies, um weiterarbeiten zu können. Auch die Performance der Anzeige (also die Zeit zwischen Klicken auf „Präsentation starten“ aus dem Design-Modus heraus und der endgültigen Anzeige der Präsentation) war für mich nicht zufriedenstellend.
  • Es fehlen (für mich) elementare Funktionen, z.B. das temporäre Ausblenden von einzelnen Karten oder das Kopieren (Duplizieren) von ganzen Gruppen innerhalb eines Sway. Beide Funktionen hätte ich mir gewünscht, um z.B. verschiedene Konfigurationen einer Gruppe zu vergleichen („Was passiert, wenn ich diese Bildkarte weglasse oder hier noch eine Textkarte ergänze?“) oder die ersten Karten auszublenden, wenn ich mir nur den Effekt meiner Änderungen an den hinteren Karten ansehen möchte. Für eine Unternehmenspräsentation wäre es schön, je nach Zuhörer einzelne Elemente ausblenden zu können. Immerhin lässt sich ein komplettes Sway (mit allen Karten) duplizieren oder dann die Kopie weiter bearbeiten.

Fazit: Ich sehe Sway im derzeitigen Zustand als geeignet an, um „mal schnell“ und ohne technische Kenntnisse aus verschiedenen Inhalten eine webfähige, responsive, und einigermaßen modern anmutende Präsentation zu erstellen. Im Zeitalter von Facebook und Co. eine durchaus interessante Nische. Für den professionellen Einsatz im Unternehmensumfeld ist Sway aktuell aus meiner Sicht nur dann geeignet, wenn man sich bewusst ist, eben keine (PowerPoint-)Präsentation zu erhalten, sondern etwas Neuartiges. Fehlende manuelle Konfigurationsmöglichkeiten zur Wahrung der Corporate Identity sowie fehlende Funktionalitäten wie das Kopieren oder Deaktiveren von Karten innerhalb eines Sways erschweren aber auch dann den Unternehmenseinsatz. Wie intensiv Microsoft die zahlreichen Ideen aus dem entsprechenden Forum tatsächlich umsetzt wird die Zukunft zeigen.

SAP Anywhere: Einordnung in Cloud-Portfolio von SAP

„Front-Office“-Lösung als Ergänzung zu vorhandenen betriebswirtschaftlichen Anwendungen bei Kleinunternehmen.

​In einem per Live-Streaming weltweit verbreiteten Event hat Rodolpho Cardenuto (President Global Partner Operations bei SAP) vor wenigen Tagen den SAP-Partnern weltweit neue Informationen zu SAP Anywhere vorgestellt.

SAP Anywhere wurde von SAP in China entwickelt und als Cloud-Lösung angeboten. Nicht verwechselt werden darf SAP Anywhere übrigens mit der Datenbankanwendung SAP Sybase SQL Anywhere…

SAP Anywhere ist eine „Front-Office“-Lösung. Als solche soll SAP Anywhere kein ERP-System („Back-Office“) ersetzen, sondern ein ERP-System um Funktionalitäten dort ergänzen, wo Kontakt mit Kunden besteht. SAP Anywhere bietet Funktionalitäten u.a. im Bereich eCommerce/Webshop, Digital Multi-Channel-Marketing / CRM und Lagerbestandsführung.

SAP Anywhere richtet sich primär an Kleinunternehmen, und zwar vor allem im „Handel“ (als Referenz wurde u.a. ein Fahrradhändler gezeigt); wenig überraschend spricht SAP daher die derzeitigen SAP Business One-Partner als prädestinierte Vertriebspartner für SAP Anywhere an. Diese sollen bei ihren Bestandskunden ein Zusatzgeschäft mit SAP Anywhere erschließen. Die Schnittstellen von SAP Anywhere lassen aber prinzipiell auch eine Integration mit anderen ERP-Lösungen (wie SAP Business ByDesign) zu.

Die erwartete Projektgröße bei der Einführung von SAP Anywhere bewegt sich (wenig überraschend bei der angepeilten Kundengröße) in (Zitat) „Stunden bis Tagen statt in Wochen bis Monaten“.

SAP Anywhere ist ab sofort in China verfügbar, die Verfügbarkeit für USA und UK wird für H1/2016 angestrebt. Deutschland soll „danach“ folgen.

Ein kleines Marketing-Video zu SAP Anywhere findet sich unter

Reger Austausch der SAP Business ByDesign Partner Community

Mehr als 40 Partner waren sich einig: Die positive Entwicklung rund um SAP Business ByDesign setzt sich fort.

Mehr als 40 Vertriebs- und Entwicklungspartner für SAP Business ByDesign aus Deutschland, Österreich und der Schweiz trafen sich heute (kurz vor Quartalsende – ein etwas unglücklicher Termin…) in Walldorf zu einer Partnerveranstaltung. Alle anwesenden Partner waren sich einig: Die positive Entwicklung setzt sich in 2015 fort.

Michael Schmitt und Rainer Zinow gaben einen aktualisierten Ausblick auf die weitere Strategie mit SAP Business ByDesign. Positiv: die zuvor beschriebene Roadmap hat weiterhin Bestand. Auch die Positionierung von SAP Business ByDesign in Abgrenzung zu S/4HANA ist konsequent: SAP Business ByDesign ist die Unternehmenslösung aus der Cloud für den gehobenen Mittelstand (mit einer „Kernzielgruppe“ im Bereich von 100-500 Mitarbeitern – und zufriedenen Kunden unterhalb und oberhalb dieser Schranke) sowie für Tochtergesellschaften von Konzernen im Rahmen einer 2-Tier-ERP-Strategie.

SAP wird sich weiterhin primär darauf konzentrieren, den (betriebswirtschaftlichen und technischen) Kern von SAP Business ByDesign weiterzuentwickeln – dazu zählt auch die neue mobile App für Projektleiter. Partner werden mit eigenen Branchenlösungen (entwickelt mit dem SAP Cloud Application Studio oder auf Basis der HANA Cloud Platform) Subbranchen erschließen. Eines der vorgestellten Beispiele war die integrierte Versorgung von Patienten durch Ärztenetzwerke.

Herbert Schut berichtet, dass derzeit rund 90% des Geschäfts mit SAP Business ByDesign durch Partner generiert wird und verdeutlicht durch einige Zahlenspiele, welches großes Potential für weiteres Wachstum aller anwesenden Partner am Markt vorhanden ist – ein personell verstärktes Team bei SAP wird die Partner hierbei unterstützen. Ebenso aktuelle Marketingkampagnen wie „Mittelstand ist…„.

Außerdem werden die Anforderungen an Partner zur Erreichung der verschiedenen Partnerlevel noch stärker auf das allgemeine SAP Partnerprogramm (SAP PartnerEdge) hin abgestimmt und standardisiert.