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PowerPoint mit dem Laserschwert: Unboxing HP Elite Presenter Mouse

Die vor-Ort-Termine mit Kunden nehmen wieder zu – ich brauche einen Presenter. Bei Auspacken und erster Inbetriebnahme des HP Elite Mouse Presenter erfahre ich, was ein „Virtual Laser Pointer“ mit einem Laserschwert gemeinsam hat und wie aus dem Presenter durch Drehung ein Mausersatz wird.

Die vor-Ort-Termine mit Kunden nehmen wieder zu – ich brauche einen Presenter. Bei Auspacken und erster Inbetriebnahme des HP Elite Mouse Presenter erfahre ich, was ein „Virtual Laser Pointer“ mit einem Laserschwert gemeinsam hat und wie aus dem Presenter durch Drehung ein Mausersatz wird.

Mit dem Ziel, mich während (PowerPoint-)Präsentationen freier im Raum bewegen und Folien weiterklicken zu können, habe ich für knapp EUR 30 eine HP Elite Presenter Mouse (ich finde die Maus derzeit nicht auf der deutschen HP-Webseite, daher der Link zum Shop HP Schweiz) erworben – da meine vorherigen Versuche mit einer einfachen schnurlosen Maus aus Ozean-Plastik doch eher unfreiwillig komisch verliefen.

Unboxing

Die HP Elite Presenter Mouse kommt in einem schwarzen Papp-Kasten (ca. 16cm x 10,5cm x 5,5cm).

Der Kasten ist an der Unterseite mit 4 runden Klebepunkten „versiegelt“. Statt die Klebepunkte einfach mit einer Scherenklinge zu durchtrennen, habe ich per Fingernagel jeweils eine Hälfte abgerubbelt – was auch funktionierte.

Zum Vorschein kommen

  • HP Elite Mouse Presenter
  • Tasche für den schonenden Transport
  • USB-Ladekabel (USB-A auf Mikro-USB)
  • unglaublich viel Papier

Ich rätsele allerdings immer noch, was sich davon hinter dem rechten Icon (das Schriftstück mit dem „W„) verbirgt – soll das bedeuten, dass sich weitere Dokumente im Web finden?!?

Sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite des HP Elite Mouse Presenters befinden sich Tasten – dazu später mehr.

Anschließen und Inbetriebnahme

Ohne wie von HP vorgeschlagen zunächst einen Treiber von der Webseite zu installieren, habe ich die Maus angeschaltet, lange auf Connect gedrückt und meinen Windows 10-Rechner in den Bluetooth-Kopplungsmodus versetzt. Verbindung erfolgreich hergestellt in wenigen Sekunden.

Vorhandene PowerPoint-Datei geöffnet, Präsentationsmodus gestartet, Vor- und Zurücktasten funktionieren. Eine weitere Taste startet die Bildschirmpräsentation (praktisch) und beendet sie bei einem weiteren Klick wieder (sehe ich wenig Nutzen).

Die Tasten sind laut HP übrigens „geräuschlos“ – das kann ich nicht bestätigen. Sie klicken jetzt nicht sonderlich laut, aber „geräuschlos“ hatte ich mir anders vorgestellt.

So wie ich den Presenter intuitiv in der Hand halte, berühre ich beim Drücken der Vor- und Zurücktasten (mit dem Daumen) allerdings die Buttons an der Unterseite des Presenters (mit dem Zeigefinger) – doch diese sind ohne Funktion, d.h. es kommt dadurch nicht zu versehentlichen Aktionen beim Präsentieren. Aber wofür sind die Buttons an der Unterseite dann gut? Dazu später mehr.

Das Laserschwert

Als nächstes wollte ich den Laserpointer ausprobieren. Taste „Laser Button“ gedrückt, Presenter in Richtung weiße Wand gehalten, und es passiert – nichts. Hmmmm. 🤔

Etwas ratlos überlege ich ob es sein kann, dass ich doch zunächst den Treiber von der HP-Webseite installieren muss, bevor der Laserpointer funktioniert?!? Warum sollte das so sein?!?

Um es kurz zu machen – der HP Elite Mouse Presenter hat gar keinen Laserpointer. Statt dessen ist ein Beschleunigungsssensor (Gyroskop) eingebaut, und nach dem Druck auf die Taste „Laser Button“ lässt sich der Mauszeiger als „Virtueller Laserpointer“ durch Laserschwert-artige Bewegungen des Presenters (leichte Drehung des Handgelenks nach oben/unten bzw. links/rechts) steuern. Das funktioniert erstaunlich gut und präzise – ersetzt aber eben nicht in allen Fällen einen „normalen“ Laserpointer.

Metamorphose zur Maus

Hier könnte der Artikel zu Ende sein. Aber was hat es mit den Tasten auf der Unterseite des Presenters auf sich? Einen Hinweis liefert die kleine Aussparung oberhalb der im Kreis angeordneten Bedientasten auf der Oberseite (siehe Foto weiter oben) – sowie ein zunächst etwas ulkig wirkender Drehmechanismus.

Nach einer Drehung des Unterteils um 180° liegt der Presenter plötzlich nicht mehr eben auf der Tischplatte, sondern bildet einen Bogen.

Ihr ahnt es vielleicht schon – in dieser Konfiguration lässt sich der Presenter wie eine (relativ schmal ausgefallene) Maus verwenden. Die beiden Tasten auf der (jetzt) Oberseite sind jetzt aktiv (und die Buttons auf der jetzt-Unterseite in diesem Modus übrigens deaktiviert). Das „Scrollrad“ in der Mitte ist übrigens keine „Taste“, sondern ein Fingerstreich über diesen Mittelteil ermöglicht das Scrollen durch längere Webseiten/Dokumente. Gibt keine „haptische Rückmeldung“ und lässt sich auch durch die Finger ohne hinzusehen kaum „ertasten“.

Auch hierfür musste ich übrigens den speziellen Treiber von der HP-Webseite nicht installieren. Ich habe ihn bisher überhaupt nicht installiert – und kann daher auch nicht sagen, welche zusätzlichen Möglichkeiten/Funktionen er ggf. noch mitbringt.

Fazit

Als einfacher Presenter zum Vor- und Zurückblättern durch Folien einer PowerPoint-Präsentation erfüllt die HP Elite Presenter Mouse die Erwartung. Der „virtuelle Laserpointer“ zur Fernsteuerung des Mauszeigers funktioniert grundsätzlich gut, ist aber für mich nicht in jeder Situation ein vollwertiger Ersatz für einen „normalen“ Laserpointer.

Als Mausersatz ist die HP Elite Presenter Mouse eine Notlösung, wenn man „mal gerade“ während einer Präsentation eine Maus braucht – mehr nicht. Dafür ist sie zu schmal und liegt als Maus insgesamt nicht sonderlich gut in der Hand.

Das Gerät sieht elegant und chic aus – das Anfassgefühl des Plastiks ist für mich aber eher mittelmäßig. Ich habe Bedenken, dass die Oberflächen auch eher schnell verkratzen oder anderweitig optisch an Schönheit verlieren werden. Ich glaube, die Tragetasche ist der deutlich bessere Aufbewahrungsort, als den Presenter „einfach so“ in die Notebook-Tasche zu stecken.

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