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Microsoft Modern USB-C Speaker: Unboxing und erste Erfahrungen

Für einen Straßenpreis von €80 (UVP €110) erhält man einen ordentlichen Konferenzlautsprecher mit USB-C-Anschluss und Teams-Taste. Auch zum Musikhören im Homeoffice taugt der Lautsprecher. Für optimale Verständlichkeit der eigenen Stimme beim Gesprächspartner bleibt aber – bauartbedingt – ein Headset erste Wahl.

Für einen Straßenpreis von €80 (UVP €110) erhält man einen ordentlichen Konferenzlautsprecher mit USB-C-Anschluss und Teams-Taste. Auch zum Musikhören im Homeoffice taugt der Lautsprecher. Für optimale Verständlichkeit der eigenen Stimme beim Gesprächspartner bleibt aber – bauartbedingt – ein Headset erste Wahl.

Nach meinem kurzen Test des Microsoft Modern USB Headset ist heute das nächste Gerät der Teams-zertifizierten Endgeräte von Microsoft an der Reihe: Zu den technischen Daten verliere ich nicht viele Worte – das findet ihr auf der Hersteller-Webseite des Microsoft Modern USB-C Speaker. Erwähnt sei, dass das Gerät ein „Mikrofon mit Rauschunterdrückung“ bietet und „die Anforderungen für Konferenzräume in einem Radius von 1,5 m“ erfüllt.

Verpackung

Das Headset wird in einem stabilen Pappkarton (ca. 17 x 11 x 5,5cm) geliefert.

Inhalt

Nach dem Öffnen der Umverpackung zeigt sich ein schwarzes Etui mit einem 3 Seiten umlaufenden Reißverschluss.

Im Karton befinden sich neben dem Lautsprecher im Etui noch ein gedrucktes Schnellstarthandbuch sowie die Garantiehinweise. Das Etui besteht aus verstärktem Stoff – für den Transport des Konferenzlautsprechers in einer Laptoptasche stabil genug, aber doch nicht so druckfest wie eine Plastikdose.

Anschlusskabel

Das (rund 65cm lange) USB-C-Anschlusskabel ist fest mit dem Speaker verbunden und umwickelt den unteren Bereich des Lautsprechers – geschützt von einer „Gummiwanne“, die ebenfalls fest mit dem Lautsprecher verbunden ist. Zum ersten Entnehmen des Kabels schaut ein kleines Griffteil aus dem Gehäuse heraus.

Ich finde die Lösung zum Verstauen des Anschlusskabels recht clever konstruiert. Das Kabel lässt sich ohne Verknotungsgefahr fest verstauen. Der Lautsprecher steht durch die gummierte Fläche rutschfest auf dem Schreibtisch. Allerdings zieht das Gummi-Material auch Krümel und Papierschnipsel an – habe ein wenig Bedenken, wie das Material nach 2 Jahren aussieht (vielleicht müsste ich auch einfach nur mal meinen Schreibtisch sauber machen…).

Anschließen

Auch wenn es der Microsoft Modern USB-C Speaker ja schon im Namen trägt – ich musste mich kurz am Kopf kratzen, wie ich den Lautsprecher jetzt an mein Notebook hänge: Die einzige USB-C-Buchse wird von meiner Dockingstation genutzt. Doch glücklicherweise findet sich an der Dockingstation selbst eine weitere USB-Buchse.

Nach dem Anschluss findet mein Windows 10 das Gerät automatisch und richtet es als „Freisprechtelefon mit Echoausstattung (Modern USB-C Speaker“ ein.

Das klingt nicht nur sperrig, sondern führt dazu, dass in vielen kleinen Einstellungsdialogen eben nicht der Gerätename zu finden ist – was das Identifizieren des gewünschten Eingabegeräts bzw. Ausgabegeräts erschwert – hier am Beispiel von Microsoft Teams:

Gesprächsqualität (Telefonat / Besprechung)

Meine Gesprächspartner bescheinigten mir eine gute Sprachverständlichkeit. Dabei war der Konferenzlautsprecher ca. 40-60cm von meinem Mund entfernt. Auch bei Sitzbewegungen (Zurücklehnen / Drehen) und damit sich verändernder Entfernung vom Mund bleibt die Sprachqualität und Lautstärke bei meinem Gegenüber nahezu unverändert. Auch nach dem Aufstehen in rund 2m Entfernung vom Lautsprecher bin ich für meinen Gegenüber noch gut zu verstehen – solange ich alleine spreche. Bei mehreren Stimmen gleichzeitig im Raum wird es (wohl für jeden Konferenzlautsprecher…) schwieriger.

Im direkten Vergleich mit dem Mikrofon an meinem Microsoft Modern USB-Headset (oder meinem V-MODA BoomPro Mikrofon – vielleicht dazu irgendwann mal ein eigener Artikel…) klingt meine Stimme beim Gegenüber jedoch etwas „blechern“. Bauartbedingt nimmt ein solcher Konferenzlautsprecher mehr Störgeräusche / Rauschen auf als ein direkt vor dem Mund befindliches Headset-Mikrofon.

Ich wiederum konnte meine Gesprächspartner gut verstehen; die Wiedergabequalität der Lautsprecher bei Sprache war wie erwartet.

Tonqualität (Musikwiedergabe)

Die Tonqualität bei der Ausgabe von Musik hat mich positiv überrascht – der Modern USB-C Speaker klingt um Längen besser als die eingebauten Lautsprecher in Laptop oder Monitor. Für mich kann er im spontanen Kurztest mit der Soundqualität eines vergleichsweise angeschlossenen Bluetooth-Lautsprechers (Denon Envaya Mini, Preisklasse €100-120) oder eines Echo Dot (3. Generation) mithalten. Der Microsoft Modern USB-C Speaker klingt für mich in dieser Disziplin deutlich besser als der Plantronics Calisto 5200.

In dieser Qualität kann ich auch längere Zeit (Hintergrund-)Musik im Homeoffice hören (was bei schlechterer Qualität für mich nach 30min eine Qual ist).

Verwendung am Smartphone

Ich habe den Microsoft Modern USB-C Speaker auch per USB-C mit einem Smartphone (Moto G-Serie) verbunden und als Freisprecheinrichtung verwendet. Das funktionierte ohne Probleme.

Die Sprachqualität über das Mikrofon des Konferenzlautsprechers bei meinen Gesprächspartnern wurde allerdings nur als mittelmäßig beschrieben – und damit deutlich schlechter als bei der Verwendung über PC. Woran das liegen könnte und ob es sich vielleicht nur um eine Einstellungssache am Handy handelt, habe ich aus Zeitgründen nicht weiter untersucht.

Sonstiges

Über die Microsoft Accessory Center-App lässt sich der Modern USB-C Speaker verwalten – leider hatte ich dabei an meinem Notebook die gleichen Probleme wie beim Test des Microsoft Modern Headsets: die App zeigt den Speaker zwar in der Übersich an, aber beim Aufrufen der Details dreht sich nur die Sanduhr. Ich muss Euch daher zunächst die Infos zu Hardwareversion und Firmwareversion schuldig bleiben.

Fazit

Mein Fazit ist zweigespalten…

Der Microsoft Modern USB-Speaker ist zum aktuellen Straßenpreis ein guter und günstiger Konferenzlautsprecher, der sich bei der Sprachqualität auch nicht vor teureren Geräten der Marktbegleiter verstecken muss. Dazu ist er kompakt und haptisch ansprechend. Das macht ihn zum idealen Gerät, um mit 1-2 weiteren Teilnehmern gemeinsam in einem kleineren Meetingraum an einer Besprechung teilzunehmen.

Bauartbedingt klingt die eigene Sprache aber über ein (Headset-)Mikrofon, welches sich deutlich näher am Mund befindet, besser. Ich werde daher beim Headset bleiben und nicht generell auf einen solchen Konferenzlautsprecher in meinem Homeoffice setzen. Mir ist die hohe Sprachqualität bei meinem Gesprächspartner mehr wert als der etwas höhere Komfort ohne Headset.

Bleibt der Anwendungsfall als USB-Lautsprecher zur Hintergrundberieselung mit Musik in wirklich akzeptabler Qualität mit der Option, bei Bedarf auch spontan die Freisprecheinrichtung zu nutzen.

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