Erste Eindrücke von der neuen CEBIT: Verjüngung ja, aber wo bleibt das Business?

Die CEBIT erfindet sich neu – neben neuer Schreibweise und neuem Termin kündigt der Veranstalter an, Europas Business-Festival für Innovation und Digitalisierung sein zu wollen. In den vergangenen 10 Jahren war ich als Aussteller auf der (damals noch so geschriebenen) CeBIT. In diesem Jahr möchte ich mir als Besucher ein Bild machen, ob sich für meinen Arbeitgeber die Rückkehr als Aussteller lohnt.

Ein neuer Hallenplan und die intensive Einbeziehung des Freigeländes (Networking und Interaktion in Festivalatmosphäre im Herzen des Geländes) erschweren mir zunächst die Orientierung – die gewohnten Wege und Anlaufpunkte gibt es nicht mehr. „Mein“ Gebiet in den Vorjahren waren die Hallen 3-5 mit den „klassischen“ Unternehmenssoftware-Themen (ERP, CRM, ECM). Viele der gewohnten Aussteller (u.a. SAP, Deutsche Telekom, Software AG, Sage, CAS, Easy Software) sind wieder vor Ort in Hannover (Hallen 14-17) – prominenteste Ausnahme ist Microsoft.

SAP präsentiert sich auf dem Freigelände u.a. mit einem auffälligen Riesenrad, das aus meiner Sicht potentiell die Chance hätte, sich als neues Wahrzeichen der CEBIT zu etablieren. Während sich Meetingräume und Cafeteria in hochwertiger „Modulbauweise“ präsentieren, sind die einzelnen Exponate als separate „Container“ gestaltet – für meinen Geschmack zu „erzwungen hip“.

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IBM trägt zur Jahrmarktatmosphäre auf dem Freigelände ebenso bei wie zahlreiche Food-Trucks.IMG_1887

 

An ein Festival erinnert mich am ehesten die große zentrale Bühne, auf der u.a. heute die Roboterband Compressorhead (Zitat: „die womöglich einzige echte Metal-Band der Welt“) auf echten Instrumenten die Bühne rockte – durchaus sehens- und hörenswert.

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Mein Zwischenfazit

Auch wenn es nach einem Tag etwas voreilig ist (immerhin war Dienstag immer schon ein durchwachsener Messetag und das Wetter war heute festivaltypisch unbeständig), hier meine subjektiven Eindrücke

  • Die CEBIT hat es geschafft, das Publikum zu verjüngen bzw. ein jüngeres Publikum anzusprechen. Im Gegenzug scheinen bei der Transformation aber einige klassische Unternehmensentscheider als Besucher verloren gegangen zu sein.
  • Insgesamt wirkt die Messe heute eher leer. Gerade in den Hallen 14-17 mit den „traditionellen“ Themen war viel Platz. Gefühlt besser besucht waren die Hallen 25-27, wo u.a. „Emerging Technologies“, Start-Ups und auch Forschungsstände untergebracht sind. Für mich eine direkte Folge, dass sich das jüngere Publikum eher für solche Themen interessiert.
  • Auch nach 19:00 Uhr gab es noch einen sichtbaren Zustrom von jungen Besuchern zur Messe – spezielle Abendtickets erlauben den Besuch der Konzerte auf dem Freigelände, heute u.a. Mando Diao
  • Mir fehlt ein inhaltliches „Leitthema“ – Digitalisierung ist als Begriff zwar allgegenwärtig, aber konkretere Aspekte (z.B. Big Data, Cloud Computing oder künstliche Intelligenz) werden aus meiner Sicht nicht effektiv gebündelt.

Ich wage die Prognose, dass es für die Zukunft der CEBIT als IT-Ausstellung für die traditionellen Themenbereiche eng wird. Mal sehen, ob und mit welchen Themen die CEBIT im kommenden Jahr ihre Pforten öffnen wird – dann übrigens noch zwei Wochen später und somit außerhalb der Schafskälte-Periode und wohl auch nicht mehr zeitgleich zur in diesem Jahr parallel stattfindenden Anga Com.

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Bitkom: Manager klagen über fehlende Zeit und fehlendes Geld für Digitalisierung

Spannende Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von Bitkom: Viele Unternehmen, gerade im Mittelstand, haben derzeit prall gefüllte Auftragsbücher und machen gute Geschäfte mit ihren etablierten Produkten – und zu wenig Zeit, sich um die Digitalisierung und damit um die eigene Zukunft zu kümmern.

Ich will Euch nicht mit einzelnen Zahlen langweilen, die findet ihr unter Deutsche Wirtschaft kommt bei Digitalisierung voran, aber langsam. 

Neben der fehlenden Zeit und Geld spielt nach meiner Erfahrung auch die „Angst“ eine Rolle, nicht so recht zu wissen wo man gerade als kleineres mittelständisches Unternehmen konkret mit der Digitalisierung beginnen sollte. Hier bietet es sich aus meiner Sicht an, mit ähnlichen Unternehmen in Kontakt zu treten bzw. sich an die von Anbietern genannten Referenzkunden zu richten, um sich Anregungen für erste konkrete (Zwischen-)schritte für die eigene Digitalisierung zu finden.

 

go-digital: 16.500 EUR geschenkt für Ihren Start in die Digitalisierung

Sie wollen die Digitalisierung Ihres Unternehmens vorantreiben? Dann schenkt Ihnen der Staat bis zu € 16.500. Zusätzlich übernimmt der Berater den Papierkram für Sie. Zu schön um wahr zu sein?

Sie wollen die Digitalisierung Ihres Unternehmens vorantreiben? Dann schenkt Ihnen der Staat bis zu € 16.500. Zusätzlich übernimmt der Berater den Papierkram für Sie. Zu schön um wahr zu sein?

 

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KeePass-Datenbanken per Dropbox synchronisieren mit KeeCloud

Seit Jahren nutze ich das KeePass-Plugin KeeCloud, um meine Passwortdatei mit Hilfe von Dropbox über mehrere Geräte hinweg zu synchronisieren. Hier eine kleine Anleitung zum Setup von KeeCloud und KeePass in meinem Szenario.

Ich verwende KeePass zur Verwaltung meiner Passwörter. Da ich auf mehreren PCs, Notebooks, Handys und Tablets unterwegs bin, synchronisiere ich die Passwort-Datenbank über alle Geräte hinweg. Seit mehreren Jahren nutze ich das KeePass-Plugin KeeCloud in Verbindung mit Dropbox zur zentralen Speicherung meiner Passwortdatei. Das KeeCloud-Update auf Version 1.2.1.11 mit Unterstützung der Dropbox API v2 ermöglicht es mir, mein bewährtes Setup weiterhin zu nutzen.

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